Dass Lukas Podolski am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld nicht von Beginn an spielen durfte, hat ihn nach eigenen Worten "nicht überrascht", wenngleich er schon ein wenig sauer über die Begründung war, die ihm Bayerns Trainer Jürgen Klinsmann als Erklärung gab. Dieser wolle nämlich das System erst einmal mit nur einem Stürmer testen.
Dass das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Poldi und seinem Arbeitgeber sich wieder bessern würde, kann man angesichts der harrschen Kritik der Bayern-Verantwortlichen nicht unbedingt erwarten, die bei ihm nach dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt jegliche Bereitschaft und bedingungslosen Einsatz für den Club vermissen ließen. So polterte Uli Hoeneß noch zu Wochenbeginn: "Für ihn gibt es nur Köln, Köln, Köln. Er träumt von Köln Tag und Nacht."
Dass dies nun sogar aus dem Mund des Managers zu hören ist heißt jedoch nicht, dass er einen Verkauf von Podolski in der Winterpause beabsichtigt. Denn trotz seiner Reservistenrolle müsste dann Ersatz her, der in Person von Mario Gomez wohl gefunden, aber noch längst nicht in trockenen Tüchern ist. Zudem dürfte ein Verkauf an den 1. FC Köln wohl am fehlenden Geld der Geißböcke scheitern. So müssen es Poldi und seine Bayern wohl bis zum Saisonende 2008/2009 aushalten.
Dienstag, 4. November 2008
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